Häufig gestellte Fragen zu Photovoltaik-Lösungen, Wärmepumpen, Heizungssanierung und Biomasse Heizungen
Häuftig gestellte Fragen zu Photovoltaik-Lösungen
Was kostet eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus in Tirol??
Die Kosten für eine Photovoltaikanlage in Tirol hängen von der gewünschten Leistung, der Dachbeschaffenheit und dem Einsatz eines Stromspeichers ab. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus (ca. 5 bis 10 kWp) belaufen sich die Anschaffungskosten meist auf 10.000 bis 20.000 Euro vor Abzug der Förderungen. Durch attraktive Landesförderungen in Tirol und den EAG-Investitionszuschuss des Bundes reduzieren sich die tatsächlichen Kosten erheblich. Das lässt sich also so kollektiv schwer sagen. Wir erstellen dir gerne ein individuelles, transparentes Angebot.
Wie groß muss eine Photovoltaikanlage sein?
Als Faustregel gilt: Für 1 Kilowattpeak (kWp) Leistung benötigen Sie etwa 5 Quadratmeter unbeschattete Dachfläche. Eine Anlage mit 1 kWp erzeugt in Tirol pro Jahr etwa 1.000 Kilowattstunden Strom. Ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr benötigt somit idealerweise eine Anlage mit 4 bis 6 kWp, was einer Dachfläche von 20 bis 30 Quadratmetern entspricht. Wir von Markart berechnen die optimale Größe exakt nach deinem tatsächlichen Verbrauch.
Lohnt sich eine PV-Anlage in Tirol überhaupt?
Ja, eine Photovoltaikanlage in Tirol lohnt sich in der Regel nachweislich. Tirol bietet durch seine geografische Lage und viele Sonnentage hervorragende Bedingungen für die Stromerzeugung. Jede selbst erzeugte und genutzte Kilowattstunde (kWh) kostet umgerechnet nur etwa 7 Cent, während Strom aus dem öffentlichen Netz oft über 25 Cent kostet. Dadurch amortisiert sich eine PV-Anlage im Durchschnitt bereits nach 8 bis 12 Jahren. Danach produzieren Sie Ihren Strom weitgehend kostenlos.
Was ist der Unterschied zwischen Eigenverbrauch und Stromeinspeisung?
Der Eigenverbrauch beschreibt jenen Anteil des produzierten Solarstroms, den wir direkt im eigenen Haushalt verbrauchen (zum Beispiel für Haushaltsgeräte, Wärmepumpe oder das Laden eines E-Autos). Dies ist die wirtschaftlichste Nutzung, da du teuren Netzstrom sparst. Wenn die Anlage an sonnigen Tagen mehr Strom produziert, als du verbrauchst, wird dieser Überschuss in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Für diesen eingespeisten Strom bekommst du vom Netzbetreiber oder der OeMAG eine finanzielle Einspeisevergütung.
Was ist eine Photovoltaikanlage?
Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) wandelt Sonnenlicht in Elektrizität um. Sie besteht aus Solarzellen, die das Licht absorbieren und es in Strom umwandeln. Der erzeugte Strom kann entweder direkt genutzt, gespeichert oder ins Stromnetz eingespeist werden.
Wie funktioniert eine Photovoltaikanlage?
Eine Photovoltaikanlage besteht aus mehreren Solarpanels, die auf dem Dach oder an einer anderen geeigneten Fläche installiert werden. Diese Panels enthalten Solarzellen, die durch den sogenannten Photovoltaischen Effekt Sonnenlicht in Elektrizität umwandeln. Der erzeugte Strom wird entweder direkt im Haushalt genutzt oder kann in einem Speichersystem für den späteren Gebrauch gespeichert werden. Überschüssiger Strom kann ins Stromnetz eingespeist und vergütet werden.
Wie viel Strom kann eine Photovoltaikanlage erzeugen?
Die Stromproduktion einer Photovoltaikanlage hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Anlagengröße, der Winkel und die Ausrichtung der Solarpanels, sowie die geografische Lage und die Witterungsbedingungen. Eine typische PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kann zwischen 3 kWp und 12 kWp erzeugen und etwa 2.500 bis 7.000 kWh pro Jahr produzieren. Damit lässt sich ein erheblicher Teil des eigenen Strombedarfs decken.
Wie lange dauert es, bis sich die Photovoltaikanlage amortisiert hat?
Die Amortisation einer Photovoltaikanlage erfolgt in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Jahren, je nach Kosten der Anlage, Stromverbrauch und den Einsparungen bei den Stromkosten. Nach der Amortisation profitierst du viele Jahre von kostenfreiem Strom. Zudem kannst du von möglichen Einspeisevergütungen für überschüssigen Strom profitieren.
Wie hoch sind die Förderungen für Photovoltaik-Anlagen?
Die Förderungen für PV-Anlagen in Tirol hängen von vielen Faktoren ab. Hier findest du einen Überblick.
Genaue Informationen liefern wir dir auch im Zuge des Beartungsgespräches.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage beträgt in der Regel 20 bis 30 Jahre. Die Solarpanels verlieren im Laufe der Zeit zwar etwas an Effizienz, aber die Reduzierung der Leistung ist gering und betrifft nur einen kleinen Prozentsatz der ursprünglichen Leistung. Viele Hersteller bieten Garantie auf die Leistung der PV-Module für mindestens 25 Jahre.
Muss ich meine Photovoltaikanlage regelmäßig warten?
Photovoltaikanlagen benötigen nur minimalen Wartungsaufwand. In der Regel reicht es aus, die Panels gelegentlich von Schmutz oder Schnee zu befreien, damit sie ihre volle Leistung erbringen können. Wenn du ein Speichersystem verwendest, solltest du die Batterien regelmäßig überprüfen. Unsere Wartungsservices stellen sicher, dass deine PV-Anlage auch langfristig effizient arbeitet.
Brauche ich einen Akku und wie lange hält dieser?
Auch diese Frage kann nicht kollektiv beantwortet werden, da jeder Haushalt verschieden ist und es hier in erster Linie darauf ankommt, wann der Strom im Haushalt benötigt wird und wie hoch die Einspeisetarife sind.
Ein berufstätiges Paar, das erst Abends nach Hause kommt, produziert tagsüber sehr viel Strom, der mit den Geräten die sich im Dauerbetrieb befinden (Kühlschrank, Standby diverser internetgebundener Geräte, usw) nicht verbraucht werden kann. Nachts -wenn die Sonne nicht scheint - kocht dieses Paar, lädt das Elektroauto auf, wascht Wäsche, schaut fern usw. In diesem Fall ist es sicher sinnvoll, einen Batteriespeicher zu besitzen, sobald die Kosten für den Strom beim Netzbetreiber höher sind als die Einspeisevergütung. Bei einer Familie, die den großteil des Tages zuhause ist, kann das anders aussehen.
Auch hier verschaffen wir uns gemeinsam mit dir einen Überblick über die Situation und finden die optimale Lösung für deine persönliche Energiewende.
Werden PV-Module in Zukunft noch viel besser oder günstiger?
Die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis von PV-Modulen hat sich in den letzten 5 Jahren bereits sehr weit entwickelt. Ein PV-Modul kann heute ein vielfaches von vor 5 Jahren leisten. Die Technologie wird sich sicherlich stetig weiterentwicklen, jedoch langsam und konstant. So bekommst du vielleicht in 5 Jahren ein paar kWh mehr aus deinen Modulen, hast jedoch 5 Jahre lang teuren Strom beim Netzanbieter bezogen - also unterm Strich draufgezahlt.
Ist die Herstellung von Solarzellen umweltschädlich?
Eine Stromerzeugungstechnik komplett ohne Umweltwirkung gibt es nicht. Photovoltaik verursacht aber während ihrer Nutzungsphase keine Emissionen und hat deshalb im Vergleich zu anderen Energieformen eine weitaus bessere Umweltbilanz. Bei der Produktion und der Entsorgung werden aber natürlich Ressourcen gebraucht und Abfall erzeugt.
Solarzellen bestehen hauptsächlich aus Silizium und Aluminium, also keine Rohstoffe die weltweit knapp oder schwer zu beschaffen sind. Bei der Herstellung eines PV-Moduls wird ungefähr so viel Energie verbraucht, wie dieses Modul in 1-2 Jahren hierzulande produzieren kann. Vergleichsweise gering, wenn man bedenkt wieviel Energie beim Abbau von Kohle oder Öl verbraucht wird.
Allerdings muss man sich auch immer fragen, wieviel Müll durch diese PV-Module in Zukunft entstehen wird. Hier ist die gute Nachricht, dass wir die die Technologie besitzen, alle verbauten Rohstoffe zu 100% zu recyceln und wiederzuverwerten. Die schlechte Nachricht: diese Technologien werden noch nicht industriell eingesetzt. Dies wäre der letzte Schritt, um den Kreislauf sinnvoll zu schließen und Rohstoffe immer und immer wieder in Umlauf zu bringen.
Mythen und Falschinformationen
#1 Mythos: Solarpanele produzieren nur an sonnigen Tagen Strom
Das stimmt so nicht. Moderne Solarzellen sind in der Lage, ein breites Spektrum des Sonnenlichts zur Energieerzeugung zu nutzen - unabhängig davon, ob das Modul im Schatten oder in der Sonne liegt. Richtig ist natürlich, dass es ohne direkte Sonne weniger Strom erzeugen kann. Im Sommer bei bewölktem Himmel erzeugt das Modul z.B. ca 30% der Energie wie bei strahlendem Sonnenschein.
#2 Mythos: Regen, Schnee und Hagel sind gefährlich für Photovoltaikanlagen
Gerade hierzulande werden oft bedenken bezüglich äußerer Umwelteinflüsse auf PV-Panele geäußert. Jedoch braucht man sich um die Haltbarkeit der Panele im Normalfall keine Gedanken zu machen. Solarpanele sind für dein Außeneinsatz konzipiert und halten auch rauen Witterungsbedingungen gut aus. Lediglich schwere Stürme und Blitzeinschläge können Schäden verursachen - aus diesem Grund ist aber jde PV-Anlage an einen Blitzableiter oder Überspannungsschutz angeschlossen.
#3 Mythos: Photovoltaik-Anlagen sind umweltschädlich
Nein, absolut nicht. Das Gerücht, dass eine PV-Anlage mehr Energie bei der Herstellung verbraucht als sie jemals erzeugen kann ist absoluter Blödsinn. Studien belegen, dass Solaranlagen bereits nach 1-2 Jahren mehr Energie erzeugt haben, als in der Herstellung benötigt wurde. Außerdem sind alle verwendeten Stoffe zu 100% recycelbar.
#4 Mythos: Solaranlagen erhöhen die Brandgefahr
Auch dieses Gerücht ist falsch. Eine fachgerecht installierte und hochwertige PV-Anlage erhöht das Brandrisiko nicht. Natürlich stellt genaugenommen jede elektrische Anlage ein Risiko dar. Dem lässt sich aber durch regelmäßige Wartung der Anlage vorbeugen. Alles in allem gibt es keine Studien oder Beobachtungen, die hier ein erhöhtes Risiko zeigen.
#5 Mythos: eine PV-Anlage rentiert sich nur mit teurem Batteriespeicher
Auch das ist so nicht wahr. Eine Photovoltaikanlage lohnt sich auch ohne Speicher. Ob sich zusätzlich ein Akku rentiert, hängt vom individuellen Verbrauch des Haushalts ab – wer also hauptsächlich tagsüber Strom verbraucht, wenn die eigene Anlage Energie produziert, sollte die Anschaffungskosten für einen Batteriespeicher mit den Einsparungen, die durch das Speichern von Energie für den späteren Eigenverbrauch entstehen, vergleichen.
Welche Förderungen gibt es in Österreich für Photovoltaik-Lösungen?
Alle Infos zur neuen EAG-Förderung findest du im Link oberhalb.
Du möchtest dich gerne selber Informieren? Hier findest du alle aktuellen Informationen rund um die aktuellen PV-Förderungen von Bund und Land. Gemeindeförderungen sind im Gemeindeamt zu erfragen.
Wie hoch ist die Förderung?
Der Förderbetrag lässt sich anhand der Anlage und Gegebenheiten recht schnell berechnen. Gerne beraten wir dich zu diesem Thema ausführlich bei einem persönlichen Gespräch.
Häuftig gestellte Fragen zu wärmepumpen& Heizungssanierung
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Wärmepumpen funktionieren ähnlich wie Kühlschränke, nur umgekehrt. Beim Kühlschrank wird dem Innenraum Wärmeenergie entzogen und nach außen geleitet. Bei der Wärmepumpe wird der Umgebung außerhalb des Gebäudes Wärmeenergie entzogen und diese für die Heizung im Innenraum genutzt. Es können die oben angeführten Energiequellen genutzt werden.
Die Wärmepumpe selbst arbeitet kontinuierlich vier Schritte ab um Heizwärme zu erzeugen: Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen eines Kältemittels. Damit das flüssige Kältemittel, die thermische Energie aus der Umwelt aufnehmen kann, muss es durch Verdichtung auf ein gewisses Temperaturniveau gebracht werden. Dazu wird Strom benötigt. Prinzipiell kann man sagen, je größer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizungssystem ist, desto mehr Strom wird benötigt.
Der Einsatz des natürlichen und ‘grünen’ Kältemittels Propan (R290) macht dieses klimaschonende Heizsystem noch umweltfreundlicher.
Nutzbare Wärmequellen:
Der Erdboden hat das ganze Jahr eine gleichmäßige Temperatur. Daher werden ca. 1,5 Meter unter der Erde Flächenkollektoren verlegt – oder Erdwärmesonden 30 bis 100 Meter tief senkrecht in den Boden gebracht. Letzteres benötigt weniger Fläche, muss aber genehmigt werden.
Das Grundwasser hat ebenso eine konstante Temperatur und ist damit als Wärmequelle geeignet.
Die Luft ist als Wärmequelle überall in ausreichender Menge vorhanden. Allerdings ist während der Heizperiode, wenn die Luft am kältesten ist, der Wärmebedarf am größten.
Welche Art der Heizungssanierung in deinem Fall die beste Lösung ist, kann kollektiv nicht gesagt werden. Gerne schauen wir uns deine individuellen Gegebenheiten an und begleiten dich auf dem Weg zu deiner persönlichen Energiewende.
Ist das Kältemittel einer Wärmepumpe giftig?
Nicht mehr! Diese Frage war bis vor einigen Jahren aber durchaus noch berechtigt. Damals wurden sogenannte synthetische Kältemittel (sogenannte F-Gase) verwendet. Diese sind jedoch längst als umweltschädlich anerkannt und verboten worden. Ein Problem stellten diese Kältemittel bei der Entsorgung dar, weniger im Sinne einer Gefahr im Haushalt.
Mittlerweile wird als Kältemittel Propangas R290 verwendet. Es ist deutlich umweltschonender, steht den alten Kältemitteln in nichts nach und ist darüber hinaus auf der ganzen Welt günstig verfügbar.
Es lassen sich aber auch Kältemittel unter F-Gase Verodnung sehr gut recyceln und wiederverwenden.
Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen und Heizungssanierung 2026?
Stand: Juli 2026
Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf nachhaltige Heizsysteme wird in Österreich stark gefördert. Im Rahmen der Aktion “Raus aus Öl und Gas” kannst du für eine neue Wärmepumpe (bis 50 kW) eine Bundesförderung von bis zu 7.500 Euro erhalten. Zusätzlich gewährt das Land Tirol eigene Landesförderungen, die sich auf bis zu 9.075 Euro belaufen können. Insgesamt können bis zu 75 Prozent der förderbaren Investitionskosten durch Zuschüsse abgedeckt werden. Wir beraten dich gerne zu den aktuellsten Förderrichtlinien.
Wie klimafreundlich ist eine Wärmepumpe?
Wie klimafreundlich eine Wärmepumpe ist, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Um die Energie aus Luft, Wasser oder Erdreich in Wärme umzuwandeln braucht die Wärmepumpe Strom. Wird dieser mittels einer eigenen PV-Anlage aus Sonnenenergie gewonnen oder anderweitig als "grüner" Strom bezogen, ist eine Wärmepumpe also emissionsfrei und somit sehr klimafreundlich. Wird der benötigte Strom aus Kohle oder Atomkraft gewonnen, sinkt die Umweltfreundlichkeit mit dem Strombedarf.
Allerdings sind wir in Tirol in der glücklichen Lage, unseren Strom hauptsächlich aus Wasserkraft gewinnen zu und somit "grünen" Strom beziehen zu können.
Für wen lohnt sich eine Wärmepumpe?
In Neubauten sind elektrische Wärmepumpen heute die am häufigsten installierte Heizung. Aber auch in bestehenden Gebäuden können sie sparsam und klimafreundlich laufen. Damit die Heizung dem Klima und deinem Konto auch einen Vorteil bringt, sollte gewisse Voraussetzungen geschaffen werden.
- Guter Wärmeschutz: je besser dein Haus gedämmt ist, desto weniger ungenutzte Wärme geht verloren. (Dies betrifft allerdings jegliche Art von Heizzystem)
- Große Heizflächen: am besten eignen sich Fußbodenheizungen oder Wandheizungen, so reichen geringere Temperaturen um das Haus zu heizen.
- Bei ausreichender Dämmung, Einsatz von neuen Fenstern o.ä. können aber auch bestehende Heizkörper verwendet werden.
Ob sich in deinem individuellen Fall ein Umstieg auf eine Wärmepumpen-Lösung lohnt, schauen wir uns gerne persönlich vor Ort an.
Kann ich meine alte Gasheizung oder Ölheizung einfach durch eine Wärmepumpe ersetzen?
In den meisten Fällen ist ein Austausch der alten Öl- oder Gasheizung durch eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe problemlos möglich. Markart Installationen prüft vorab die baulichen Gegebenheiten und die Isolierung deines Hauses. Auch in unsanierten Altbauten können spezielle Hochtemperatur-Wärmepumpen effizient arbeiten. Ein vollständiger Heizungstausch ist ein wichtiger Schritt, um Heizkosten zu senken und CO2-Emissionen zu reduzieren.
Brauche ich zwingend eine Fußbodenheizung für eine Wärmepumpe?
Nein, eine Fußbodenheizung ist nicht zwingend erforderlich, auch wenn sie die ideale Kombination darstellt. Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen, was die Effizienz der Wärmepumpe maximiert. Es gibt jedoch moderne Wärmepumpen, die auch mit bestehenden Heizkörpern (Radiatoren) sehr effizient funktionieren. Wir analysieren dein bestehendes Heizverteilsystem und empfehlen dir die beste technische Lösung.
Wie lässt sich eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren?
Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage ist die wirtschaftlichste und umweltfreundlichste Lösung für dein Eigenheim. Die PV-Anlage liefert den kostenlosen Sonnenstrom, den die Wärmepumpe benötigt, um Umweltwärme in Heizwärme umzuwandeln. Durch ein intelligentes Energiemanagementsystem wird die Wärmepumpe bevorzugt dann betrieben, wenn die Sonne scheint. Das erhöht deinen Eigenverbrauch und senkt die Heizkosten auf ein Minimum.
Mythen und Falschinformationen
#1 Mythos: Wärmepumpen sind viel zu teuer
Das kommt darauf an. Tatsächlich ist die Installation einer Wärmepumpe zunächst meist höher als die einer Gas- oder Infrarotheizung. Allerdings hängen die Kosten auch stark von der Art der Wärmepumpe ab. Zudem werden Wärmepumpen in Österreich momentan massiv gefördert, was dieses Argument zum aktuellen Zeitpunkt egalisiert. Eine aktuelle Studie des WWF kommt zu dem Ergebnis, dass sich eine Luftwärmepumpe je nach Höhe der Förderung und Energiepreise nach 3 bis 12 Jahren amortisiert. Hat man zusätzlich eine PV-Anlage, die den Strom für die Wärmepumpe liefert, amortisiert sie sich bereits nach 1 bis 9 Jahren. Eine Studie des Öko-Instituts und Fraunhofer-Instituts zeigt, dass sich mit einer Wärmepumpe (selbst bei niedrigen Gaspreisen) zwischen 15 und 35 Euro pro Monat im Vergleich zu einer Gasheizung sparen lassen.
#2 Mythos: Wärmepumpen brauchen viel Strom
Je nachdem. Der Betrieb der Wärmepumpe braucht umso mehr Strom, je höher der Wärmebedarf ist, je kälter es draußen ist, je schlechter das Gebäude gedämmt ist und je ineffizienter die Wärmepumpe arbeitet. Wieviel Strom die jeweilige Lösung im Jahr verbraucht, kann jedoch vorab errechnet und die Sinnhaftigkeit dieser Lösung abgewogen werden. Dieses Argument fällt z.B. mit einer PV-Lösung. Wer seinen Strom aus Sonnenergie selbst gewinnt und diesen für den Betrieb der Wärmepumpe nutzen kann, besitzt einen geschlossenen Versorgungskreislauf und muss sich darüber keine Gedanken machen.
#3 Mythos: Wärmepumpen sind im Winter ineffizient
Durchschnittlich gesehen nicht. Trotz teilweise kalter Temperaturen arbeiten die meisten Wärmepumpen über das ganze Jahr gerechnet effizient. Die meisten neuen Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen mit einer Kilowattstunde elektrischer Energie im Jahresdurchschnitt drei bis fünf Kilowattstunden Wärme. Für extrem kalte Tage ist bei Wärmepumpen meist auch ein Elektroheizstab verbaut, der nachheizt, wenn die Wärme im Haus sonst nicht mehr erreicht werden kann. Insgesamt ist der Stromverbrauch gerade bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bei niedrigen Temperaturen allerdings höher.
#4 Mythos: Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau mit Fußbodenheizung
Kommt auf den Einzelfall an. Es stimmt, dass diese Art der Heizung in gut gedämmten Neubauten mit Fußboden- oder Wandheizungen am effizientesten funktioniert. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Wärmepumpe nicht auch bei vielen "herkömmlichen" Heizkörpern funktionieren kann. Zum Beispiel bei sanierten Gebäuden oder jenen bei denen die Heizkörper von vornherein überdimensioniert wurden.
Wärmepumpen sind Niedertemperatur-Heizungen, die effizient niedrige Vorlauftemperaturen von bis zu 50 Grad für die Heizung der Räume liefern. Damit sich ein Raum durch die niedrigen Temperaturen erwärmen kann, muss die Wärme über eine größere Fläche abgegeben werden. Ob eine Wärmepumpe eine Öl- oder Gasheizung in einem Gebäude ersetzen kann oder ob zuerst eine Sanierung notwendig ist, muss individuell beurteilt werden. In vielen Fällen kann eine Wärmepumpe eine Öl- oder Gasheizung aber tatsächlich eins zu eins ersetzen.
#5 Mythos: Wärmepumpen sind umweltschädlicher als Gasheizungen
Das stimmt nicht. Entscheidend für den CO2-Ausstoß von Wärmepumpen ist, woher der Strom für den Betrieb kommt: Kommt dieser aus erneuerbaren Quellen, beispielsweise aus Wasserkraft oder der eigenen Photovoltaikanlage, arbeitet die Wärmepumpe CO2-neutral. Problematischer ist es, wenn der Stromverbrauch wie im Winter höher ist und der Strom beispielsweise aus Kohlekraftwerken aus dem Ausland bezogen wird. Laut einer Studie haben Wärmepumpen auch bei einer geringen Jahresarbeitszahl CO2-Vorteile gegenüber Gasheizungen.
#6 Mythos: Wärmepumpen sind sehr laut
Das ist eher subjektiv. Außengeräte von Luftwärmepumpen sind mit durchschnittlich rund 30 bis 60 Dezibel nicht viel lauter als herkömmliche Kühlgeräte. Ein Fernseher bei Zimmerlautstärke bringt es zum Beispiel ungefähr auf 50 Dezibel. Die Laustärke hängt auch davon ab, ob sie beispielsweise unter einem Vordach oder zwischen zwei Wänden steht oder mit welcher Leistung die Wärmepumpe arbeitet. Bei Erdwärmepumpen spielt die Lautstärke generell eine untergeordnete Rolle.
Sollte man sich selbst oder der Nachbar trotzdem dadurch gestört fühlen, kann die Wärmepumpe auch mit einer Schallschutzhaube eingehaust werden.
Häuftig gestellte Fragen zu Biomasse-Heizanlagen
Wieviel Platz braucht eine Biomasse-Anlage?
Eine moderne Pelletheizung ist sehr kompakt und benötigt kaum mehr Platz als ein herkömmlicher Ölkessel. Für die Lagerung der Pellets kann oft der alte Öltankraum umgerüstet werden. Alternativ gibt es platzsparende Gewebetanks oder Erdtanks für den Außenbereich. Eine Hackgutheizung erfordert aufgrund des voluminöseren Brennstoffs einen deutlich größeren Lagerraum. Wir planen den Platzbedarf individuell für Ihre räumlichen Gegebenheiten.
Kann jeder mit Holz heizen?
Ja, wenn er genug Platz hat. Eine wichtige Voraussetzung ist ein trockener Lagerraum, denn die Restfeuchte des Holzes ist mitentscheidend für die Qualität der Verbrennung. Umbauten, zum Beispiel am Schornstein, sind in der Regel nicht erforderlich. Biomasse Heizsysteme lassen sich zudem ideal mit Heizsystemen für Öl oder Gas kombinieren.
Viele Altbauten verfügen bereits über einen Heizraum, der auch zum Lagern von Brennholz genutzt werden kann. Das macht die Holzheizung zu einem idealen Kandidaten für den Altbau. Das Heizen mit Holz ist aber auch in Neubauten möglich. Wichtig für die Wirtschaftlichkeit ist die passende Technik.
Was ist der Unterschied zwischen einer Pelletheizung und einer Hackgutheizung?
Beide Systeme heizen nachhaltig mit Holz, unterscheiden sich jedoch im Brennstoff. Pelletheizungen nutzen genormte, gepresste Holzstäbchen (Pellets). Sie sind extrem effizient, benötigen relativ wenig Lagerplatz und eignen sich ideal für Einfamilienhäuser. Hackgutheizungen (Hackschnitzel) verbrennen zerkleinertes Restholz. Der Brennstoff ist günstiger, benötigt aber mehr Lagerplatz und eine robustere Fördertechnik. Hackgutheizungen lohnen sich meist für größere Gebäude, Bauernhöfe oder Gewerbebetriebe.
Ist das Heizen mit Biomasse wirklich klimaneutral?
Ja, das Heizen mit Pellets, Hackgut oder Scheitholz gilt als CO2-neutral. Das bedeutet: Bei der Verbrennung des Holzes wird nur exakt so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat. Zudem wächst in Österreich mehr Holz nach, als geerntet wird. Durch den Einsatz regionaler Biomasse stärkst du die heimische Wirtschaft und heizt ökologisch nachhaltig.
Brauche ich einen Pufferspeicher?
Schlecht ist es nicht. Ein Vorratsspeicher hat zwei Vorteile: er gewährleistet eine kontinuierliche Wärmeversorgung, verhindert aber auch, dass der Heizkessel den Brennvorgang immer wieder neu starten muss. Dies erhöht die Nutzungsdauer und ermöglicht eine besonders effiziente Verbrennung. Der Einbau eines Pufferspeichers nimmt zwar etwas Platz in Anspruch, sichert aber in den meisten Fällen einen wirtschaftlichen Betrieb der Heizungsanlage.
Für wen lohnt sich eine Biomasse-Anlage?
Die effizienz der Anlage hängt stark vom Wärmebedarf ab. Eine zu groß ausgelegte Holzheizung verbraucht unnötig viel Energie. Eine zu klein dimensionierte wiederum kann den Heizbedarf vielleicht nicht abdecken. In beiden Fällen führt es entweder zu steigenden Heizkosten oder aber zu Komforteinbußen. Der individuelle Heizbedarf lässt sich ermitteln und somit auch die Frage klären, ob eine Biomasse-Anlage für deinen individuellen Fall lohnenswert ist.
Häuftig gestellte Fragen zu unserem Service und Unternehmen
In welchem Einzugsgebiet arbeitet Markart Installationen?
Unser Unternehmenssitz befindet sich in Volders, Tirol. Von hier aus betreuen wir Kunden im Großraum Innsbruck, im Bezirk Innsbruck-Land, in Schwaz, Hall in Tirol sowie in den umliegenden Gemeinden des Inntals und der Seitentäler. Wir haben jedoch ebenso Kunden in anderen Bundesländern und den angrenzenden Gebieten von Deutschland. Als regionaler Installateur-Fachbetrieb legen wir aber großen Wert auf kurze Anfahrtswege, um dir einen schnellen und verlässlichen Service bieten zu können.
Bietet Markart auch Wartung und Service für bestehende Anlagen an?
Selbstverständlich. Eine regelmäßige fachmännische Wartung ist entscheidend für die Langlebigkeit, Effizienz und Sicherheit deiner Haustechnik. Wir bieten umfassende Serviceleistungen für Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Biomasseheizungen und sanitäre Anlagen an – auch wenn diese nicht ursprünglich von uns installiert wurden. Kontaktiere uns gerne für einen Servicetermin.
Unterstützt Markart bei der Beantragung von Förderungen?
Ja, der Förderdschungel in Österreich kann unübersichtlich sein. Unser Team ist stets über die aktuellsten Bundes- und Landesförderungen in Tirol informiert. Wir beraten dich ausführlich zu deinen Möglichkeiten und stellen dir alle notwendigen technischen Daten, Zertifikate und Prüfprotokolle zur Verfügung, die du für eine erfolgreiche Förderabwicklung (zum Beispiel bei der OeMAG oder beim Land Tirol) benötigst.